Zelten im Herbst: So bleibt’s warm im Zelt

Zelten im Herbst: So bleibt’s warm im Zelt
Nicht nur im Sommer kann man beim Zelten die Natur genießen. Wenn das satte Grün dem rot-goldenen Blätterkleid weicht, bietet auch der Herbst einen wundervollen Anblick. Wer gerne zeltet, den kann nur noch die Kälte abhalten. Richtig vorbereitet, stellen die herbstlichen Temperaturen aber kein Problem da. Mit unseren Tipps bleibt es warm im Zelt. Richtiger Platz Das Zelt sollte an einem möglichst windgeschützten Platz aufgestellt werden. Wenn weder Sturm, Schnee oder Regen drohen, eignet sich dazu ein Platz unter Bäumen. Wer sein Zelt auf Laub und Moos errichtet, liegt weich und profitiert von der geringen Wärmeableitung. Regen- und Windschutz Im Herbst hat man es natürlich mit ganz anderen Wetterbedingungen zu tun als in den warmen Sommermonaten. Das stellt höhere Anforderungen an Camper und Ausrüstung. Zelt und Outdoor-Bekleidung sollten dementsprechend nach ihrer Wind- und Wasserdichte ausgesucht werden. Verschweißte Nähte sind ein Muss. Die Wassersäule des Zeltes sollte mindestens 5.000 Millimeter betragen, um ausreichend Schutz vor Regen zu bieten. Zwiebelprinzip Milde Tage, kühle Nächte – so kennt man den Herbst. Mehrere Lagen an Kleidung halten auch bei Temperatur- und Wetterschwankungen warm und können bei Bedarf ausgezogen werden. Zusätzlich zur Funktionsjacke sollte eine warme Fleece- oder Softschelljacke eingepackt werden, falls es doch einmal kälter wird. Als tragbare „Heizung" helfen gefütterte Daunen- oder Kunstfaserjacken bei sehr niedrigen Temperaturen. Gummizüge an der Kleidung verhindern, dass Kälte eindringt. Als unterste Schicht der „Zwiebel" empfiehlt sich Thermounterwäsche. Zur Garderobe gehört zudem eine Mütze, da die meiste Wärme über den Kopf verloren geht – gerade beim Schlafen. Ruhe wohl

Herbstnächte können schon einmal frostig werden. Damit man nicht vor lauter Bibbern wachliegt, ist eine anständiger Schlafsack und eine dicke Isomatte unerlässlich. Ideal sind Unterlagen mit mindestens drei Zentimeter dickem Vollschaum. Es empfiehlt sich, den Schlafsack schon einige Zeit vor dem Schlafengehen auszubreiten. Nur wenn er ganz aufgebauscht ist, entfaltet er seine volle Wärmeleistung. Da der Schlafsack die eigene Köperwärme reflektiert, sollte man möglichst wenig Kleidung im Schlafsack tragen. Stattdessen lieber Decken von außen auf den Schlafsack legen. Wer leicht friert, kann seinen Schlafsack auch mit einem zusätzlichem warmen Inlett aus Fleece auskleiden. Um die Füße warmzuhalten, helfen dicke Socken oder Daunen-Füßlinge.

Schotten dicht

Der beste Schlafsack hilft nicht, wenn er nachts klamm oder feucht wird. Gleiches gilt für Decken, Kleidung etc. Deshalb ist es besonders wichtig, das Zelt immer ordentlich zu verschließen. So bleibt die Wärme im Zelt und die Feuchtigkeit draußen. Zum Schlafen außerdem den Wärmekragen des Schlafsacks schließen und die Kapuze so weit wie möglich zuziehen. Außerdem darauf achten, dass der Schlafsack nicht an die Zeltwand stößt, da sich an der Innenseite und der seitlich hochgezogenen Bodenwanne mitunter viel Kondenswasser sammelt. Stattdessen lieber einen „Schutzwall" aus nässeunempfindlicher Ausrüstung (Kameratasche, Proviantbeutel, leerer Rucksack) rings um den Schlafsack bauen.

Verpflegung

Nicht zu unterschätzen ist der Energiebedarf des Körpers, wenn die Temperaturen sinken. Ausreichend nahrhafter Proviant darf deshalb nicht fehlen. Mit vollem Magen schläft es sich auch besser. Wenn der Körper nachts heizen muss, braucht er dazu Energie. Heißes Wasser aus der Thermoskanne kann nicht nur für einen wärmenden Tee verwendet werden, sondern wärmt den Schlafsack in eine Wärmflasche gefüllt vor dem Schlafengehen schon einmal an.

In Bewegung bleiben

Tagsüber ist es wichtig, aktiv zu bleiben. Wandern, Trekking oder Outdoor-Sport kurbelt den Kreislauf an. Viel Bewegung am Tag hilft nicht nur, am Abend besser einzuschlafen, sondern hält den Körper auch warm und in Wallung.

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