Sternbeobachtung mit dem Fernglas

Sternbeobachtung mit dem Fernglas

Seit jeher übt der nächtliche Himmel eine ganz besondere Faszination auf uns Menschen aus. Wenn die Dunkelheit hereinbricht und Sterne, Planeten und andere astronomische Objekte auftauchen, wollen wir vor allem eines: mehr sehen! Hierzu benötigt man nicht unbedingt ein kostspieliges Teleskop. Denn auch mit einem Fernglas können Einsteiger tolle Erfahrungen machen und lernen, sich am Nachthimmel zu orientieren.

Vorteile des Fernglases

Anders als das Teleskop bildet ein Fernglas einen größeren Ausschnitt des Himmels vergrößert ab. Zusammen mit Sternkarten ist es deshalb ein gutes Hilfsmittel, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Mit dem Fernglas gibt es außerdem einfach mehr zu sehen als mit dem bloßen Auge. Die großen Linsen sorgen für ein höheres Lichtsammelvermögen. Selbst unter Idealbedingungen kann das Auge nur Sterne bis zu einer Helligkeit von sechs Magnituden wahrnehmen. Mit dem Fernglas erhöht sich dieser Wert auf etwa 10 Magnituden. Schon tauchen auch weniger helle Sterne auf, aus vermeintlich einfachen werden Doppelsterne und so mancher Sternhaufen oder Nebel wird sichtbar.

Ein weiterer Vorteil des Fernglases: Es ist leicht zu transportieren und sofort einsatzfähig. Wenn sich eine Wolkenbank lichtet, müssen Sie nicht erst das Teleskop aufstellen. Ein Griff in die Tasche, ein paar kurze Einstellungen und Sie haben ein sehr natürliches Beobachtungserlebnis. Die einfache Handhabung ist nur ein weiterer Pluspunkt – auch Kinder können mit einem Fernglas schon nach kurzer Zeit die Einzelheiten der Mondoberfläche sehen.

Welche Eigenschaften hat ein Astronomie-Fernglas?

Die Objektivgröße sollte bei ungefähr 50 Millimetern liegen. So kann das Glas genug Licht sammeln und ist noch immer nicht zu schwer oder unhandlich. Die Austrittspupille, die bestimmt, wie hell wir das Bild wahrnehmen, sollte mindestens vier Millimeter betragen. Außerdem ist eine 10-fache Vergrößerung ratsam. So sind noch ausreichend viele Details sichtbar, während das Sehfeld noch nicht zu klein ist. Immer daran denken: Je höher die Vergrößerung, desto kleiner das Sehfeld! Höhere Vergrößerungen verstärken außerdem Bewegungen wie das Zittern der Hände. Solche Modelle sollten Sie dann lieber mit einem Stativ verwenden. Generell ist ein Fernglas mit Stativanschluss nützlich.

Ein Spaziergang am Nachthimmel

Mit einem Fernglas können Sie selbst in einer Großstadt wunderbar mit dem Beobachten anfangen. Das Gerät überwindet sozusagen die Lichtverschmutzung und lässt Sie mehr Sterne sehen, als wenn Sie mit dem bloßen Auge vom Gipfel eines Berges aus beobachten würden! Mit einer guten, möglichst drehbaren Sternkarte, sowie Geduld und Übung können Sie schon bald verschieden große Sternhaufen, Nebel, Galaxien und noch viel mehr entdecken.

Der Mond ist ein gutes Einstiegsobjekt. Beobachten Sie seine Verwandlung vom Neu- zum Vollmond, während der sich immer mehr Mondmeere, Berge und Täler zeigen. Oder Sie verfolgen wie einst Galilei die sich ändernden Phasen der Venus. Auch Jupiter und seine vier Monde lassen sich mit dem Fernglas gut beobachten. Vergleichen Sie einmal diese winzigen Punkte um Jupiter mit der Größe unseres Mondes und staunen Sie darüber, wie weit dieses System von uns entfernt ist.

Als Einstiegsmodell für die Sternbeobachtung eignet sich zum Beispiel das arena D+ 10 x 50 von Eschenbach. Mit einem Objektivdurchmesser von 50 Millimetern und einem Gewicht von 790 Gramm ist es ebenso lichtstark wie handlich. Eine zusätzliche Silberverspiegelung der Prismen erhöht die Lichtdurchlässigkeit für einen ungetrübten Weitblick in den Sternenhimmel. Damit die Innenoptik auch bei plötzlichen Temperaturwechseln nicht beschlägt, ist das Modell mit Stickstoff gefüllt.. Das Fernglas kann auch mit Stativ benutzt werden. Somit sind auch längere Beobachtungen der Sterne kein Problem.

Auch das trophy P 10 x 50 von Eschenbach hat die perfekten Eigenschaften, um in der Sternbeobachtung zu glänzen: 50 Millimeter Objektivdurchmesser, 10-fache Vergrößerung und ein extragroßes Sehfeld durch hochwertige Weitwinkeloptik. Es bietet auch bei wenig Licht eine sehr gute Sicht und scharfe, detailreiche Beobachtungen durch Mehrschicht-Vollvergütung und BaK-4-Prismen.

Beide Gläser eignen sich nicht nur für Sterngucker, auch in der Natur- und Tierbeobachtung sind sie zuverlässige Begleiter.

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