den Meeresgiganten auf der Spur

Whale Watching

Whale Watching

Whale Watching gehört zu den atemberaubendsten Möglichkeiten, Wildtiere in freier Natur zu erleben. Wale können bis zu 200 Tonnen (Blauwal) schwer werden und sind bekanntlich Säugetiere. Delfine gehören übrigens auch zur Gattung der Wale, genauer gesagt zur Gruppe der Zahnwale. Weltweit gibt es mehr als 80 verschiedene Wal-Arten.

Das Wohl der Wale geht vor

Die Beobachtung von Walen in ihrem natürlichen Lebensraum boomt seit etwa 1955. Weltweit gehen mehr als 13 Millionen Menschen gehen pro Jahr auf Walbeobachtung und bringen der Branche dabei rund 742 Millionen Euro ein. Doch mit dem Erfolg der Branche steigt auch der Konkurrenzdruck der Anbieter. Viele von ihnen haben vor allem finanzielle Interessen und ignorieren die Bedürfnisse der sanften Giganten. Bevor wir also ein paar der beliebtesten Orte für das Whale Watching vorstellen, ein paar Tipps und Regeln:

Informieren Sie sich vor dem Whale Watching über den Anbieter einer Tour! Vielerorts kann man Wale vom Festland aus beobachten, das ist für Mensch und Tier am sichersten. Mit Booten ist das Erlebnis aber natürlich noch beeindruckender und viele Touristen entscheiden sich dafür. Achten Sie darauf, dass der Anbieter mit einer Einrichtung der Forschung und/oder des Naturschutzes zusammenarbeitet.

Ein Meeresbiologe an Bord des Schiffs oder Bootes ist ein gutes Zeichen. Er kann das Verhalten der Tiere deuten, die Arten bestimmen und spannende Hintergrundinformationen liefern. Außerdem achtet er im besten Fall darauf, dass die Tiere nicht unnötig gestresst werden.

Auf keinen Fall darf sich ein Wasserfahrzeug den Walen auf weniger als 100 Meter nähern oder sie gar verfolgen! Darauf reagieren die Tiere extrem gestresst. In ihrer Nähe muss außerdem die Geschwindigkeit erheblich gedrosselt werden. Mütter mit Jungen, sowie trächtige und rastende Tiere brauchen ganz besonders viel Freiraum und Ruhe.

Sie sollten misstrauisch sein, wenn eine Beobachtung garantiert wird. Um solche Versprechen einzuhalten, rasen Veranstalter den Tieren manchmal mit hoher Geschwindigkeit hinterher.

Whale Watching in Europa

Deutschland: Sylt, Fehmarn, Eckernförder Bucht

Für das Beobachten von Walen ist keine lange Flugreise notwendig, denn sogar an Deutschlands Küste lassen sich die faszinierenden Tiere beobachten. Zwischen Juni und September tummeln sich hier Schweinswale dicht vor der Küste, oft sind auch Mütter mit ihren Kindern dabei. Die Wale werden zwar „nur" 2,5 Meter lang, können aber trotzdem mächtig Eindruck machen!

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Norwegen

An der Nordspitze der norwegischen Vesteralen-Inselgruppe halten sich im Juli und August zahlreiche Pott-, Zwerg-, Buckel- und Finnwale auf. Und sogar in einem der vielen Fjorde, dem Tysfjord, schwimmen von Oktober bis Januar etwa 800 Tiere.

Allerdings gehört Norwegen (ebenso wie Island) zu den wenigen Ländern, die noch Jagd auf Wale machen. Eine moralisch vertretbarere Alternative stellen zum Beispiel Irland und Schottland dar. Zwischen Juni und Oktober sind auch dort an zahlreichen Orten gute Beobachtungen möglich. Für Schottland sei zum Beispiel die Inselwelt der Äußeren Hebriden empfohlen. Viele der nordatlantischen Wale kommen auf ihren Wanderungen an dieser Stelle vorbei.

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Azoren

Die portugiesische Inselgruppe liegt sehr günstig im Atlantischen Ozean. Von Mai bis Oktober ziehen hier viele verschiedene Walarten vorüber, darunter Pott-, Blau- und Finnwale. Auch seltenere Arten wie Enten- und Schnabelwale wurden hier schon gesichtet. Die besten Möglichkeiten ergeben sich per Boot zwischen den Inseln Faial, Pico und Sao Jorge. Wer festen Boden unter den Füßen behalten will, zückt am Aussichtspunkt Vigia da Queimada das Fernglas.

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Ein Beitrag geteilt von Claire Ryser (Travel IG) (@readysetclaire) am

Kanaren

Auch diese beliebte Urlaubsregion ist ein echter Hotspot des Whale Watching. Als Ausgangspunkte bieten sich beispielsweise Teneriffa und La Gomera an. Neben einer Population von etwa 500 Kurzflossen-Grindwalen tummeln sich im tiefen Wasser vor Teneriffa auch Pottwale und Zwergwale. Insgesamt sind etwa 28 Wal- und Delfinarten um die Kanaren heimisch und Beobachtungen ergeben sich das ganze Jahr über.

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Ein Beitrag geteilt von Esteve Garriga (@estevegarriga) am

Whale Watching für Weltenbummler

Maui, Hawaii

Hawaii ist als gesamte Inselkette ein sehr lohnendes Ziel für Walbeobachter. Besonders viele verschiedene Arten treffen aber in den Gewässern von Maui aufeinander. Das Wasser ist dort so klar, dass die Tiere selbst in 30 Metern Tiefe noch zu sehen sind! Zwischen November und April ist die ideale Zeit, um Tausende Wale zu beobachten, die in gerade mal zwei Monaten von Alaska nach Hawaii reisen.

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Ein Beitrag geteilt von Kathy Harrod (@kathy.harrod) am

Walker Bay, Südafrika

Die Walker Bay ist die südwestlichste Spitze Afrikas und beherbergt eine mehrere Kilometer lange Felsklippe. Von dort aus bietet allein das unbegrenzte Meer schon einen spektakulären Anblick. Doch von Mai bis Dezember wird es noch besser: Dann rasten hier Südkapern, eine eher unbekannte Walart aus der Familie der Glattwale. Die Klippe bietet mit ihren Bänken, Infotafeln und Teleskopen die Möglichkeit, noch eine Vielzahl anderer Walarten zu beobachten. Hier muss man also gar nicht in See stechen, um die schönen Giganten zu beobachten. Das ist besonders tierfreundlich, da die Wale so nicht gestört werden.

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Ein Beitrag geteilt von Petra Kaiser (@petrasglobe) am

Samaná, Dominikanische Republik

Im Osten des warmen Inselstaates liegt die Bucht von Samaná. Zwischen Mitte Januar und Mitte März treffen hier Hunderte Buckelwale aus ihrer arktischen Heimat ein. Ein ganz besonderes Highlight: Die Mütter bringen hier ihre Kälber zur Welt. Natürlich ziehen Babywale nochmal eine erheblich größere Menge an Touristen an und jeder Anbieter will davon profitieren. Ganz wichtig: Wählen Sie nicht das günstigste Angebot, sondern achten Sie in erster Linie auf das Wohl der Tiere.

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Ein Beitrag geteilt von Walflüsterer (@walfluesterer) am

Alaska

Zwischen Mai und September ziehen die Grauwale zwischen den vielen Inseln hindurch bis in den Südosten von Alaska. Das Wasser ist hier besonders nahrhaft, so dass sich auch andere Walarten besonders gern in Alaska tummeln, zum Beispiel Buckel- und Schwertwale. Ein beliebter Hotspot ist beispielsweise der „Whale Pass" in Ketchikan. Es gibt Veranstalter, mit denen Sie eine abenteuerliche Kajak-Tour buchen können, um den Meerestieren auf spektakuläre Weise nahe zu kommen. Auch hier gilt: Achten Sie darauf, dass der Veranstalter in erster Linie den Tierschutz im Blick hat.

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Ein Beitrag geteilt von Best of the Northwest (@best_northwest) am

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