Der Schwarzwälder Westweg

Der Schwarzwälder Westweg

Als ältester Fernwanderweg Deutschlands ist der Schwarzwälder Westweg (1900 angelegt) ein echter Klassiker. Die 285 Kilometer zwischen Pforzheim und Basel bieten jede Menge reizvoller Etappen oder das ganz große Programm – je nach Kondition und Zeit. Neben der abwechslungsreichen Natur der verwunschenen Seen, beeindruckenden Steilwänden, Bergrücken und Hochmoorflächen entgeht dem Wanderer auch die Geschichte der Region nicht. Eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert würde so manchen erstaunen lassen, denn damals stand hier so gut wie kein Baum. Erst als die Holzkohle durch die erste Energiewende von der Steinkohle abgelöst wurde, pflanzte man wieder Bäume – allerdings nur Fichten. Mittlerweile ist glücklicherweise der ursprüngliche Mischwald auf dem Vormarsch. Das wurde unter anderem durch den schweren Orkan Lothar möglich, der 1999 über den Schwarzwald raste und extreme Schäden anrichtete. Heute sind die freien Flächen wertvolle Wuchsfläche für Laubbäume. Am Altsteigerskopf in der Nähe des Mummelsees erinnert heute ein Denkmal an den Sturm.

Pompöse Villen, tiefe Seen

Leer stehende Kurhäuser und Villen sind Relikte des 19. Jahrhunderts, als erst die feine Gesellschaft aus Baden-Baden und später so mancher Prominenter die Sommerfrische hier verbrachte. Die High Society ist zwar weitergezogen, doch für das ungestörte Naturerlebnis kann das nur ein Gewinn sein.

Zu den Highlights entlang des Weges gehört der Feldsee. Der 32 Meter tiefe Karsee entstand durch die Gletscher der letzten Eiszeit und ist von bis zu 300 Meter hohen, bewaldeten Steilwänden umgeben – ein märchenhafter Anblick, baden darf man hier jedoch nicht. Ebenso fantasievoll geht es am Mummelsee zu. In den dunkel schimmernden Wässern soll sich der Legende nach eine verspielte Nixe verbergen, die in mancher Nacht an die Oberfläche kommt. Und wer sie nicht entdecken kann, bekommt trotzdem genug zu sehen, denn seit 1999 befindet sich am Seeufer ein sehenswerter Kunstpfad.

So weit das Auge reicht

Einen großartigen Ausblick bietet die Hornisgrinde, eine mit Heide bewachsene Hochfläche. Sie ist der höchste Berg des Nordschwarzwalds und bietet einen tollen Rundblick – bei günstigem Wetter sogar bis zu den Alpen. Wer noch höher hinaus möchte, kann den 1871 errichteten Bismarckturm erklimmen. Eine weitere Grinde liegt am Hochkopf (1.038 Meter) und ist vor allem im Sommer einen Besuch wert. Dann nämlich blüht die Heide hier in den schönsten Farbnuancen – vom klassischen Violett bis hin zu Blau und Weiß.

Die Königsetappe des Westwegs führt direkt über den Feldberg. Mit 1.493 Metern ist er der höchste Punkt aller deutschen Mittelgebirge und bietet ebenfalls ein unvergessliches Panorama. Auf dem Feldberg steht außerdem das liebevoll gestaltete Haus der Natur. In einer anschaulichen, teilweise multimedialen Ausstellung erfährt der Besucher vieles über die Entwicklung des Schwarzwalds und die Tiere und Pflanzen, die in seinem Schutz leben.

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