Botanische Gärten

Botanische Gärten
Botanische Gärten üben schon immer eine besondere Faszination auf ihre Besucher aus – zeigen sie doch unterschiedlichste Pflanzenwelten auf engstem Raum. Auch deutsche Städte locken mit weitläufigen Anlagen, spektakulären Schauhäusern und botanischen Seltenheiten. Wir werfen einen genaueren Blick auf die drei beliebtesten Anlagen.

Berggarten Hannover

Der Berggarten gehört zusammen mit drei weiteren Anlagen zu den Herrenhäuser Gärten in Hannover. Während es sich bei den anderen Flächen um einen Barockgarten und zwei englische Landschaftsgärten handelt, ist der Berggarten ein botanischer Garten, wie er im Buche steht. Früher wurde auf dem Hang Gemüse herangezüchtet, doch schon 1686 entstand auch das erste Gewächshaus für exotische Pflanzen. Ab 1750 diente der Bereich ausschließlich als botanischer Garten. Heute beherbergt er rund 11.000 verschiedene Pflanzen, die in üppigen Themengärten angeordnet sind. Darunter finden sich zum Beispiel der Präriegarten, der Irisgarten, der Staudengrund, ein Blütenmeer mit dem passenden Namen „Paradies" sowie ein Moorweiher und eine Heidefläche, die dem berühmten Vorbild bei Lüneburg gewidmet ist.
Noch spektakulärer sind allerdings die Schauhäuser. Die großen Oberthemen sind „Tropen", „Kakteen", „Kanaren" und „Orchideen", wobei der Name jeweils mehr als Programm ist. Allein im Orchideenschauhaus lassen sich 25.000 Pflanzen bewundern, 500 bis 800 blühen das ganze Jahr über. Ein Besuch im Kanarenschauhaus lohnt sich besonders zwischen Februar und Mai. Dann haben die Pflanzen von den Kanaren und aus dem Mittelmeerraum ihre Hauptblütezeit. Ein weiteres Highlight des Berggartens ist das Aquarium. Es wurde im ehemaligen Regenwaldhaus angelegt, wobei der Regenwald erhalten blieb und heute die verschiedenen Becken umgibt. Das Ozeanbecken mit Haien und Schildkröten ist vier Meter tief. Besucher können die faszinierenden Tiere in einem acht Meter langen Glastunnel beobachten.
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Wilhelma Zoo und Botanischer Garten, Stuttgart

Auf einer Fläche von 40 Fußballfeldern erstreckt sich die Wilhelma, der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart. Der Zoobereich entstand erst nach 1945, viel geschichtsträchtiger ist der königliche Park Wilhelms I. In diesem historischen Teil, der nach italienischen Traditionen angelegt ist, finden sich viele Gebäude im maurischen Stil. Wasserspiele, Terassen, historische Skulpturen und ein romantischer Seerosenteich machen diesen Teil zu einem ganz besonderen Gartenerlebnis. Im Maurischen Garten befindet sich außerdem ein Schatz, der seine atemberaubende Schönheit nur im Frühling zeigt: der Magnolienhain. Ab Ende März tauchen die rund 70 Bäume (manche noch aus der Zeit König Wilhelms I) den Garten in ein Blütenmeer – von Weiß über Zartrosa bis hin zu kräftigem Rot. Ebenfalls ein wahrer Blickfang im Frühling: die ausgedehnten Blumenbeete. Jedes Jahr im Herbst pflanzen die Gärtner rund 180.000 Blumenzwiebeln ein, die Monate später als Vergissmeinnicht, Tulpen und Narzissen ihre Farbenpracht zeigen.
Doch auch bei schlechtem Wetter gibt es viel zu sehen. Die historischen Gewächshäuser locken mit klimatisch geordneten Pflanzenwelten und im Amazonienhaus betritt der Besucher sogar einen kleinen Regenwald. Neben den 7.500 Pflanzenarten beherbergt der zoologische Teil rund 11.000 Tiere aus 1.200 Arten, darunter Elefanten, Flusspferde, Schneeleoparden und Bären.
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Botanischer Garten München

Hier steht alles im Zeichen der Artenvielfalt. Auf rund 21 Hektar kultivieren die Mitarbeiter des botanischen Gartens in München etwa 19.600 Arten und Unterarten. Das macht sich unter anderem durch den Insektenreichtum der Anlage bemerkbar. Bei der letzten Zählung wurden allein 106 verschiedene Wildbienenarten festgestellt. Von dem großen Insektenangebot profitieren natürlich auch andere Tiere, beispielsweise Vögel. 45 heimische Arten sind hier derzeit beheimatet, davon 27 als Brutvögel. Wer sich für die Vogelwelt des Gartens interessiert, kann an den Wochenenden an morgendlichen Führungen teilnehmen.
Aus botanischer Sicht ist der Gewächshauskomplex mit seinen drei großen und mehreren kleinen Häusern interessant. Das 21 Meter hohe Tropenhaus bildet das Zentrum, in den anderen beiden Hallen befinden sich trockenheitsliebende Pflanzen aus Europa und Amerika. Kakteen, Orchideen, Palmen und Wasserpflanzen runden die Vielfalt ab. Im Victoriahaus befindet sich ein großes Wasserbecken mit tropischen Seerosen und Lotosblüten. Das Freiland besticht unter anderem mit dem zauberhaften Frühlingsgarten, der von einem Bachlauf durchzogen wird. Dieser endet in einem großen Teich, den man vom Alpinum aus besonders gut überblicken kann. In diesem höher gelegenen Bereich wachsen die verschiedensten Alpenpflanzen, die besonders im Juni blühen.
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