Ein Ausflug in den Naturpark Lüneburger Heide

Ein Ausflug in den Naturpark Lüneburger Heide

Während Norddeutschland bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zu großen Teilen aus Heideflächen bestand, findet man die charakteristische Landschaftsform heute fast nur noch in der Lüneburger Heide. Die beliebte Region beginnt südlich von Hamburg, ihre Ausläufer reichen bis nach Gifhorn im Osten Niedersachsens. Ihr heutiges Gesicht verdankt die Kulturlandschaft sowohl natürlichen als auch menschlichen Einflüssen. Die Eiszeiten formten die sanften Hügel und Täler, der Ackerbau drängte den Wald zurück, so dass sich die Heide ausbreiten konnte. Heute wird die Landschaft durch verschiedene Schutzmaßnahmen (zum Beispiel die Beweidung mit Heidschnucken) erhalten.

Ein Schatz in Lila

Neben den weiten Flächen voller Heidekrautgewächse, die im Spätsommer ihr violettes Blütenmeer entfalten, hat die Lüneburger Heide noch viele weitere Naturschätze zu bieten. Ausgedehnte Wälder und Wiesen wechseln sich mit Gewässern, Moorgebieten und malerischen Dörfern ab. Diese Vielfalt lässt sich besonders gut bei einer Wander- oder Fahrradtour durch den Naturpark Lüneburger Heide erleben. Er war einer der ersten Naturparks in Deutschland und gehört mit seinen 107.000 Hektar noch immer zu den größten. In seinem Herzen liegt der Wilseder Berg (169 Meter), welcher auch ein sehr beliebter Aussichtspunkt ist. Ein Besuch in der Lüneburger Heide bedeutet übrigens auch Erholung für die Ohren: Die Gegend um den Wilseder Berg ist größtenteils autofreies Gebiet. Nur die Zufahrtsstraßen und Parkplätze an den Grenzen des Naturschutzgebietes dürfen befahren werden, danach geht es zu Fuß oder mit dem Rad weiter.

Wandern in der Lüneburger Heide

Wer in der Lüneburger Heide den Wanderstock schwingen möchte, hat eine große Auswahl. Ein Netz von Wegen verschiedenster Längen und Schwierigkeitsgrade durchzieht das Gebiet, alle sind gut ausgeschildert. Der absolute Klassiker ist der Heidschnuckenweg. Er führt auf insgesamt 223 Kilometern von Hamburg nach Celle und wurde 2014 zum besten Wanderweg Deutschlands gekürt. In 13 Etappen unterteilt, bietet er verschiedene Distanzen und Landschaften zum Erwandern.

Eine tolle Möglichkeit, um die Heide und ihre Bewohner kennenzulernen, bietet der Pastor Bode Weg (44 Kilometer). Er startet in Lüneburg, einer Stadt, die mit ihrer geschichtsträchtigen Architektur und dem gemütlichen Flair einen längeren Besuch wert ist. Anschließend geht es durch den Naturpark bis nach Wilsede. Dieser historische Ort liegt im autofreien Bereich und gleicht mit seinen vielen Reetdachhäusern einem idyllischen Museumsdorf. Tatsächlich können Besucher im Heidemuseum vieles über den Alltag der Bauern um 1850 lernen, außerdem laden viele Cafés und Restaurants zu einer Pause ein. Wie der Name des Ortes schon verrät, liegt der Wilseder Berg ganz in der Nähe.

Kürzere Ausflüge

Wer nicht ganz so viel Zeit einplanen möchte, der kann sich zwischen einer Vielzahl von Tageswanderrouten und Halbtageswanderwegen entscheiden. Die Lüneburger Heide ist natürlich auch für Radtouren und Kutschfahrten äußerst beliebt – letztere gibt es auch extra für Rollstuhlfahrer.

Den größten Besucheranstrom gibt es natürlich zur Zeit der Heideblüte im Spätsommer. Dann wird selbst das kleine Dorf Wilsede zwischenzeitlich zur Menschentraube. Wer auf die lilafarbenen Weiten verzichten kann, findet in der Lüneburger Heide auch zu anderen Jahreszeiten ein wundervolles Ausflugsziel – und noch mehr Ruhe. So lässt sich beispielsweise an einem sonnigen Wintertag die geheimnisvolle Stille des Pietzmoores bei Schneverdingen genießen. Ein fünf Kilometer langer Bohlenweg führt durch die geheimnisvolle Umgebung.

Veranstaltungen

Zahlreiche Veranstaltungen gibt es in der Heide das ganze Jahr über. Am 10. Juni ist beispielsweise der Deutsche Mühlentag. Verschiedene historische Mühlen öffnen dann ihre Pforten und bringen den Besuchern das traditionelle Handwerk näher – zum Beispiel die Amtswassermühle Moisburg. Vom 14. bis zum 16. Juni findet außerdem das Lüneburger Stadtfest statt – und im Anschluss an das bunte Treiben bietet sich ein ruhiger Spaziergang in die Heide an.

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