Faszinierende Altstadt: Quedlinburg

Faszinierende Altstadt: Quedlinburg

Im östlichen Harzvorland, zwischen Gemüsefeldern und Sonnenblumen, liegt die Stadt Quedlinburg. Sie schmiegt sich ans Ufer der Bode und ist gar nicht weit vom Brocken entfernt. Doch die reizvolle Umgebung rückt für den, der Quedlinburg besucht, schnell in den Hintergrund. Denn die kleine Stadt präsentiert sich wie ein Ausschnitt aus einem mittelalterlichen Märchen.

Lebendiger kann Geschichte nicht sein
Apropos Mittelalter: In dieser Zeit war Quedlinburg bereits eine wichtige Königspfalz und verfügte über einen florierenden Handel. Im Jahr 919 soll der Sachsenherzog Heinrich hier, zu Füßen des Burgberges, die Königskrone empfangen haben. 994 verlieh Kaiser Otto der Dritte dem Ort das Markt-, Münz- und Zollrecht. Der wachsende Wohlstand ermöglichte die Entstehung der Altstadt. Wie sehr Quedlinburg vom ottonischen Kaiserhaus profitierte, lässt sich heute noch nachempfinden, wenn man den Domschatz in der Stiftskirche betrachtet. Auch der historische Stadtkern mit seinem mittelalterlichen Grundriss ist bis heute erhalten und ermöglicht eine faszinierende Zeitreise. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Quedlinburgs größte Sehenswürdigkeit ist im Grunde die Stadt selbst. Über 1.300 alte Fachwerkhäuser aus den verschiedenen Epochen bilden hier ein lebendiges Album der Architektur. Neben den mittelalterlichen Exemplaren finden sich Gebäude aus der Renaissance, dem Barock, dem Rokoko und dem Klassizismus. Wer von oben auf die Stadt schaut (am besten geht das auf dem Schlossberg), erblickt ein buntes Gewimmel aus Giebeln, Türmchen und schiefen Dächern. Sogar die Stadtmauer von 1330, die Altstadt und Neustadt zu einem gemeinsamen Kern machte, ist noch erhalten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte in Quedlinburg ein regelrechter Bauboom ein und man entwickelte den „Quedlinburger Sonderstil" im Fachwerkbau. Er zeichnet sich zum Beispiel durch diamantförmige Balkenköpfe und verspielte Erker aus.

Die Stiftskriche Sankt Servatius
Nach der Krönung König Heinrichs wurde Quedlinburg die Hauptstadt des Ostfränkischen Reiches. Davon zeugt die Stiftskirche Sankt Servatius, die mit ihren Wandmalereien und der Krypta mit dem Kreuzgewölbe ein bedeutendes Denkmal der Kunstgeschichte ist. Neben Aachen und Halberstadt beherbergt sie bis heute den wertvollsten Kirchenschatz des Mittelalters! Er umfasst unter anderem einen Elfenbeinkamm aus dem 7. Oder 8. Jahrhundert sowie einen Alabasterkrug, der im Besitz Ottos des Ersten war. Die Stiftskirche befindet sich oben auf dem Schlossberg. Selbst wenn Sie das Innere nicht besichtigen möchten, lohnt sich der Aufstieg für den wunderbaren Blick über die Stadt. Auf dem Berg befindet sich außerdem das Renaissanceschloss mit einem Museum zur Geschichte der Stadt.

Auf nach Quedlinburg
Für einen Tagesausflug oder ein langes Wochenende in Quedlinburg empfiehlt sich vor allem eines: Loslaufen und die Stadt entdecken. Schöne Häuser, interessante Details und malerische Perspektiven gibt es an so gut wie jeder Ecke. Wer Durst bekommt, kann zum Beispiel im Brauhaus Lüdde aus dem Jahr 1807 eine Pause einlegen. Gegen den Hunger hilft die klassische Thüringer Rostbratwurst oder, für Süßschnäbel, ein Besuch in der beliebten Käsekuchenbäckerei Vincent.

Ein Besuch in der Märchenstadt Sachsen-Anhalts lohnt sich vor allem im Frühling, Sommer und Frühherbst. Aber auch im Winter entwickelt die Stadt ihren besonderen Charme, nicht zuletzt wegen des gemütlichen Weihnachtsmarktes. Und mit einem heißen Getränk in der Hand steht dem Spaziergang durch die engen Kopfsteinpflastergässchen nichts mehr im Wege.

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