Der Lebenslauf der Sterne

Der Lebenslauf der Sterne

Schon immer waren Menschen von den leuchtenden Punkten am Nachthimmel fasziniert: Sterne. Aber wie entstehen sie eigentlich und welche Veränderungen erleben sie im Laufe ihres Daseins?

Ein Stern wird geboren

Dort, wo Ansammlungen aus Gas und Staub (auch Nebel genannt) durch das All treiben, können Sterne entstehen. Die Schwerkraft sorgt dafür, dass sich diese Materie immer weiter verdichtet und zu einer Gaskugel wird. In ihrem Inneren wird es immer heißer, so lange, bis das Gas zu schmelzen beginnt. Hitze und Druck bewirken, dass beständig Wasserstoff zu Helium verbrannt wird – ähnlich wie in einem Kernfusionsreaktor. Bei diesem Vorgang werden große Mengen Energie freigesetzt. Mit anderen Worten: Der Stern produziert Wärme und Licht.

Hat die Kernfusion begonnen, tritt der Stern in seine längste Lebensphase ein, die so genannte Hauptreihenphase. In dieser Phase befindet sich zum Beispiel auch unsere Sonne. Sie verbrennt ununterbrochen Wasserstoff und verliert dementsprechend an Masse. Bis zum Ende der Sonne wird es aber noch einige Milliarden Jahre dauern.

Von Zwergen und Riesen

Im Vergleich zu anderen Sternen ist unsere Sonne ein durchschnittlich großer Zwergstern. Es gibt Sterne, die ihre Größe um das Tausendfache übersteigen. Darüber können wir allerdings froh sein, denn je größer ein Stern, desto höher ist sein Energieverbrauch und desto kürzer lebt er. Wie heiß ein Stern brennt, kann man teilweise an seiner Farbe erkennen. Die weißen oder blauen Exemplare strahlen besonders heiß, während rötliche und orange Sterne eher kühler sind.

Neben den Zwergsternen gibt es noch Unterzwerge und Weiße Zwerge, wobei letztere etwa so groß sind wie die Erde. In der Gruppe der Sterne, die größer sind als die Sonne, gibt es Unterriesen, Riesen, helle Riesen – und schließlich die Überriesen und Hyperriesen.

Abkühlen oder explodieren

Je nachdem, wie massereich ein Stern ist, geht seine Existenz unterschiedlich zu Ende. Zunächst ist der Ablauf gleich: Ein Großteil des Heliums muss verbraucht sein. Das restliche Helium sinkt dann ins Zentrum des Sterns und erhöht seine Temperatur noch weiter. Seine äußere Gasschicht dehnt sich aus und er wird zu einem Roten Riesen. Oft wird dieser dann zu einem Weißen Zwerg, kühlt immer weiter ab und hört schließlich auf zu leuchten. Bei sehr massereichen Sternen geht das viel schneller – sie explodieren nämlich. Dabei zieht sich der Kern so stark zusammen, dass er kollabiert. Die äußeren Schichten des Sterns werden dabei ins All geschleudert. Man nennt dieses Phänomen auch Supernova.

Obwohl die Sterne ihre Lebensphasen Lichtjahre von der Erde entfernt durchlaufen, schicken sie uns doch täglich Zeichen ihrer Existenz – nicht nur durch ihr Licht, sondern auch in Form von Sternenstaub. Täglich landen über 100 Tonnen davon auf der Erdoberfläche. Größere Brocken können wir sogar ankommen sehen – in Form von Sternschnuppen.

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