Der Kolibri unter den Schmetterlingen: Das Taubenschwänzchen

Der Kolibri unter den Schmetterlingen: Das Taubenschwänzchen

Wer zum ersten Mal ein Taubenschwänzchen sieht, könnte es für einen kleinen Kolibri halten. Kein Wunder: Der schwirrende Flug von Blüte zu Blüte, der lange Saugrüssel, der immer wieder darin verschwindet. Tatsächlich handelt es sich bei dem faszinierenden Tier jedoch um einen Schmetterling. Er gehört zu den Schwärmern, eine Gruppe von Schmetterlingen, die vor allem nachts aktiv ist. Taubenschwänzchen meiden die starke Mittagssonne. Daher gehen diese Schmetterlinge eher vormittags und ab dem frühen Abend auf Nahrungssuche. 

Starker Körper, langer Rüssel

Mit der grazilen Erscheinung eines Pfauenauges oder Zitronenfalters hat das Taubenschwänzchen nicht viel gemein. Es besitzt einen eher massigen, kompakten Körper mit breitem Hinterleib, der an einen befiederten Schwanz erinnert. Das Hinterteil hilft dem Insekt, seinen Schwirrflug genau zu steuern. Mit einem leisen Brummgeräusch fliegt es geschäftig von Blüte zu Blüte. Das Taubenschwänzchen fliegt vor allem tiefe Blütenkelche an, in die es seinen Rüssel versenken kann, um Nektar zu tanken. Wer die kleinen Brummer anlocken will, sollte beispielsweise Phlox, Zauberglöckchen, Lichtnelken oder Sommerflieder pflanzen.

Kolibriartiger Schwirrflug

Innerhalb von fünf Minuten kann ein Taubenschwänzchen über 100 Blüten nach Nektar absuchen. Ähnlich wie der Kolibri muss es immer in Bewegung bleiben. Jeder längere Stopp lässt die Flugmuskulatur auskühlen, was wertvolle Energie kostet. Selbst bei Regen, wenn die meisten anderen Insekten sich zurückziehen, sieht man Taubenschwänzchen noch durch die Luft schwirren. Die kräftigen Flügel erlauben auch große Wanderungen und tragen das Insekt auch mal vom Mittelmeer bis nach Skandinavien.

Ein mediterraner Gast

Eigentlich stammt das Taubenschwänzchen aus dem Mittelmeerraum. Doch in den letzten Jahren wird es immer häufiger auch in Mitteleuropa beobachtet. Die Wanderfalter kommen ab Ende April zu uns. Es gibt aber mittlerweile sogar Exemplare, die in den milderen Regionen Deutschlands überwintern. Sie legen bereits im März ihre Eier ab. Im Juni schlüpfen dann die kleinen Taubenschwänzchen. 

Beobachtung mit dem Fernglas

Weil sich das Taubenschwänzchen so vogelartig verhält, kann es nicht schaden, zur Beobachtung auch mal das Fernglas hervorzuholen. Mit einem Glas wie sektor D 8 x 42 compact+ haben Sie Ihren kompakten Begleiter schnell bei der Hand und können die Flugbewegungen optimal verfolgen. Wo Sie unser sektor D 8 x 42 compact+ und weitere Ferngläser für die Tierbeobachtung in Ihrer Nähe finden, erfahren Sie in unserem Shopfinder.

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