Klettersteiggehen - Bergabenteuer ohne Seil

Klettersteiggehen - Bergabenteuer ohne Seil
Was ist Klettersteiggehen?
Ein Klettersteig ist ein durch Leitern, Trittstufen und Stahlseile gesicherter Wander- oder Kletterweg. Bereiche im Fels, die durch Stahlseile gesichert werden, gibt es in vielen Regionen schon länger. In den Dolomiten gingen viele Klettersteige aus den Kriegssteigen der italienischen Soldaten hervor. Heute hat sich das Klettersteiggehen als eigene Disziplin gefestigt und wird immer beliebter. Denn grundsätzlich muss man dabei kein Profi sein und kann trotzdem den Kick der vertikalen Felswände erleben.
Drei Typen werden unterschieden: Der "versicherte Steig" ist meist ein Wanderweg ohne durchgehendes Stahlseil. Nur die kniffligeren Passagen sind speziell gesichert. Dieser Typ muss nicht zwingend mit Klettersteigausrüstung begangen werden und ist daher gut für Einsteiger geeignet. Der "klassische Klettersteig" kann schon anspruchsvoller sein. Es gibt ihn in verschiedenen Schwierigkeitsgraden und er zeichnet sich durch ein durchgängiges Drahtseil aus. Manchmal kommen noch Leitern, Seilbrücken oder andere Elemente hinzu. Der "Sportklettersteig" schließlich ist für Fortgeschrittene und erfordert neben der richtigen Ausrüstung eine gute Portion Erfahrung, Ausdauer und starke Nerven.
Tipps zur Ausrüstung
Zur Grundausrüstung gehört ein Klettergurt und ein so genanntes Klettersteigset. Der Klettergurt sitzt direkt am Körper und verfügt am besten über einstellbare Beinschlaufen. Der Gurt wird am Klettersteigset befestigt. Es besteht aus zwei elastischen "Ästen" mit jeweils einem Karabiner. Die haken Sie beim Klettern am Stahlseil des Felsens ein. Somit stellt das Klettersteigset bei einem Sturz Ihre "Notleine" dar. Es dient der Schadensbegrenzung und sollte im Idealfall nie zum Einsatz kommen. Moderne Sets verfügen über einen so genannten Bandfalldämpfer, der beim Sturz überschüssigen Schwung ausgleichen kann. Weiterhin benötigen Sie einen Kletterhelm, Klettersteighandschuhe und Kletterschuhe mit ausreichend Gripp.
Die richtige Technik
Alles beginnt mit der Planung. Sie sollten den Gesamtanspruch der Tour Ihrem Können beziehungsweise dem schwächsten Mitglied Ihrer Gruppe anpassen. Viele Bergführer bieten Einstiegskurse für das Klettersteiggehen an. So können Sie vor allem die korrekte Sicherungstechnik in entspannter Atmosphäre üben. Für den Anfang empfiehlt sich bei durchschnittlicher Fitness ein kurzer Klettersteig der Kategorie A-B - im Idealfall mit einem Notausstieg. Ist der große Tag gekommen, sollten Sie immer das Wetter und Ihren Zeitplan im Auge behalten.
Die oberste Regel: Immer gesichert sein. Das heißt, Sie sind immer durch mindestens einen Karabiner mit dem Stahlseil verbunden. Beim Umhängen an einer Zwischensicherung im Fels haken Sie stets zuerst den einen Karabiner in den nächsten Bereich des Seils, danach den anderen. Der Sicherheitsabstand zum Vordermann sollte immer mindestens eine Zwischensicherung betragen. Wenn die Kräfte mal schwinden, ist das Klettersteigset nicht zum "Reinsetzen" und Ausruhen geeignet. Für diese Fälle brauchen Sie eine so genannte Bandschlinge, die ins Stahlseil eingehängt wird.
Gerade auf den versicherten Steigen gibt es ab und zu die Gelegenheit, eine Pause einzulegen und die Umgebung in sich aufzunehmen. Damit Sie dabei nicht lange nach dem Fernglas kramen müssen, ist das Monokular adventure M 8 x 25 active von Eschenbach der perfekte Begleiter. Das robuste Leichtgewicht lässt sich einfach am Gürtel befestigen und liegt dank seiner ergonomischen Form sicher in der Hand. Dank achtfacher Vergrößerung und mehrschichtvollvergüteten Linsen entgeht Ihnen kein Detail.

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