Die Geschichte des Teleskops

Die Geschichte des Teleskops

Der Begriff Teleskop ist griechisch und bedeutet soviel wie “ein Ding, mit dem man in die Ferne schauen kann”. Die Entwicklung des Fernrohrs geht etwa 400 Jahre zurück. Obwohl Glaslinsen schon vor langer Zeit in China entwickelt wurden und man ab dem 13. Jahrhundert Brillen in Europa produzierte, ist die Entdeckung des Teleskops erst im 17. Jahrhundert zu datieren.

Wer hat das Teleskop erfunden?

Bis heute ist man sich nicht sicher, wer als Erstes mit einem Teleskop in den Himmel schaute. 1608 präsentierte Hans Lippershey, ein holländischer Brillenmacher, eine fernglasähnliche Erfindung. Er befestigte eine Sammellinse in einer Röhre aus Holz, Pappe oder Leder in einer bestimmten Entfernung von einer Zerstreuungslinse und entwickelte so eine vergrößernde “Fernröhre”. Der Wissenschaftler Galileo Galilei hörte von der Erfindung und baute sie ein Jahr später in Venedig nach. Mit seinem Teleskop war eine 20-fache Vergrößerung möglich. 

Zu Beginn nutzte man das Teleskop, um feindliche Schiffe zu erkennen. Dann richtete Galileo seinen Blick in den Himmel. Er entdeckte unter anderem die Mondkrater und Venusphasen. Außerdem lieferte er handfeste Beweise für das heliozentrische Weltbild, nach dem sich nicht die Erde, sondern die Sonne im Zentrum unseres Systems befindet.

Wissenschaftler zu dieser Zeit hatten noch mit unsauber geschliffenen Linsen und Lufteinschlüssen zu kämpfen. Die Bilder waren also häufig unscharf und erschienen in schlechtem Licht. Problematisch war auch das kleine Gesichtsfeld des Fernrohrs. Den Mond konnte Galileo beispielsweise nur zu einem Viertel sehen.

Kepler und das astronomische Fernrohr

Als Erfinder des astronomischen Fernrohrs gilt der Deutsche Johannes Kepler. Er benutzte als Okular eine bikonvexe Linse, wodurch die Bilder auf dem Kopf standen. Darin unterschied er sich von Galileo. Dass die Bilder falsch herum zu sehen waren, erwies sich in der Astronomie als unproblematisch. Die Geräte waren allgemein länger und zeigten einen besser ausgeleuchteten und größeren Bildausschnitt. Bis heute beruhen alle Sternwartengeräte auf diesem Prinzip. Die Bilderzeugung erfolgt durch Brechung, weswegen von einem “Refraktor” gesprochen wird. 

Unendliche Weiten 

Isaac Newton verbesserte das Keplersche Fernrohr, indem er mit einem Wölbspiegel arbeitete und so Farbfehler umgehen konnte. 1871 entwickelte Wilhelm Herschel das Spiegelteleskop, mit dem er den Planeten Uranus entdeckte. Die Spiegeltechnologie verfeinerte sich stetig weiter. 1949 konnte man mit einem in den USA aufgestellten Spiegelteleskop Objekte in etwa 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung beobachten. Ab 1990 wurden Teleskope in die Erdumlaufbahn gebracht, um andere Galaxien vor die Linse zu bekommen. 

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