Frauen in der Astronomie

Frauen in der Astronomie

Welche Namen fallen uns ein, wenn wir an die Astronomie denken? Zum Beispiel Galileo Galilei, Johannes Kepler oder Nikolaus Kopernikus. Doch natürlich schauen und schauten auch Frauen in den Himmel und haben dabei zahlreiche bedeutende Erkenntnisse gewonnen.

Erste professionelle Astronomin: Carolin Herschel (1750-1848)

Als erste Astronomin mit einem regelmäßigen Gehalt ging Carolin Herschel in die Geschichte ein. Zu Beginn unterstützte sie ihren Bruder Friedrich Wilhelm Herschel bei astronomischen Forschungen. Dann begann sie eigenständig, Himmelskörper zu beobachten. Bis heute ist sie bekannt für die Entdeckung von acht verschiedenen Kometen, einer davon der Enckesche Komet. Der Komet 35P/Herschel-Rigollet wurde nach der Astronomin benannt.

Geduldige Sternbeobachterin: Henrietta Leavitt (1868-1921) 

Vielleicht ist ihnen der Name Edwin Paul Hubble bekannt. Der US-amerikanische Astronom lebte von 1889 bis 1959. Im Laufe seiner Forschungen entdeckte er die Grundstruktur der Galaxien im Kosmos. Nach ihm wurde das „Hubble-Fernrohr“ und das „Hubble-Gesetz“ benannt. Zusammen mit diesem Namen sollte jedoch auch der von Henrietta Leavitt fallen. Sie arbeitete am Harvard College Observatory und wertete Fotografien des Sternenhimmels aus. Dort konnte Sie mit viel Geduld die Cepheiden entdecken. Das sind Sterne, die in regelmäßigen Abständen ihre Helligkeit ändern. Im Jahr 1912 erkannte sie eine Systematik, mit der die Entfernung des Sterns von der Erde geschätzt werden konnte. So ermittelte Hubble die Entfernung zahlreicher Sterne und fand Hinweise auf die wahre Größe des Weltalls. 

“Astronomie-Computer”: Williamina Fleming (1857-1911)

So wie Leavitt arbeiteten zahlreiche Frauen ab Ende des 19. Jahrhunderts in Datenarchiven, um Fotos vom Sternenhimmel zu analysieren und katalogisieren. Sie wurden als „Computer“ bezeichnet. Williamina Fleming stach dabei heraus: Ihr Fokus lag auf den Farbspektren der Sterne. Sie katalogisierte in 20 Jahren über 10.000 Sterne und arbeitete sich damit zur „Curator of Astronomical Photos“ hoch. Schließlich wurde sie als erste Frau zum Ehrenmitglied der Royal Astronomical Society in England ernannt.

Entwicklerin eines Sternensystems: Annie Jump Cannon (1863-1941)

Als Kollegin von Fleming entwickelte Annie Jump Cannon das Ordnungssystem der Farbspektren weiter. Sie ordnete die Sterne in die Spektralklassen O, B, A, F, G, K und M ein. Zur weiteren Unterteilung entwickelte sie ein Zahlensystem von 0 bis 9. Eine größere Zahl entsprach einer geringeren Temperatur des Sterns, worauf heute alles Wissen über die physikalische und chemische Struktur der Sterne beruht.

Erste Chefin in der Sternwarte: Maude Bennot (1892-1982)

In einer von Männern dominierten Arbeitswelt stach Maude Bennot als erste Direktorin eines Planetariums hervor. Von 1937 bis 1945 übernahm sie die Leitung über das Adler Planetarium in Chicago.

Ein großer Schritt für die Astronomie: Die erste Frau im Weltraum

Als erste Frau im Weltraum gilt die russische Astronautin Walentina Tereschkowa. 1963 setzte sie beim Wettlauf um das All ein starkes Zeichen. 20 Jahre später folgte Sally Ride als erste Amerikanerin. Mit fünf weiteren Astronautinnen des Trainingsprogramms setzte sie einen Meilenstein für Frauen im US-Raumfahrtprogramm. Mit der Raumfähre Endeavour trat Mae Jemison als erste Afroamerikanerin den Weg in den Weltraum an.

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