Spektakuläres Phänomen am Winterhimmel:

Den Orionnebel mit dem Fernglas entdecken

Den Orionnebel mit dem Fernglas entdecken

Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einem weiten, schneebedeckten Feld bei Sonnenuntergang. Die Sonne ist schon halb verschwunden, ein orangefarbener Lichtstreif bringt den Horizont zum Leuchten, bis er vollkommen hinter den Baumwipfeln verglimmt und die Dunkelheit hereinbricht. Am klaren Himmel treten die ersten Sterne hervor. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen zeigen, dass sich die Sternbeobachtung auch im Winter lohnt: allein wegen des besonderen Himmelsphänomens des Orionnebel, den Sie mit bloßem Auge und mit dem Fernglas bestaunen können. 


Galaktischer Sternhaufen


In diesen kälter und kürzer werdenden Wintertagen wird es früh dunkel. Gerade jetzt können Sie also besonders lang in den Himmel schauen. Wintersternbilder, wie der Orion (von Ende August bis April sichtbar) halten für Astronomie-Liebhaber ein paar Überraschungen bereit: so zum Beispiel den Orionnebel, der sich, von uns aus gesehen, “im” gleichnamigen Sternbild befindet. 

Das Sternbild Orion können Sie mithilfe einer einfachen Sternkarte (z.B. Stellarium) am Himmel finden. Orion, der auch Himmelsjäger genannt wird, ist leicht am Himmel zu erkennen, da seine Hauptsterne sehr hell strahlen. Der Orionnebel befindet sich unter den Gürtelsternen des Orion. Er ist ein sogenanntes “Deep-Sky”-Objekt, das heißt: Er befindet sich außerhalb unseres Sonnensystems und kann dennoch von uns beobachtet werden. 

Die galaktische Nebelwolke ist ein eindrucksvolles Sternentstehungsgebiet. Zwischen den zahlreichen Jungsternen befindet sich interstellares, leuchtendes Gas. Neben den farbig scheinenden Nebelmassen in Grün, Blau und Purpur, bringen auch die jungen Sterne in dessen Zentrum den unvorstellbar großen Molekülhaufen zum Strahlen. Voraussetzung für die Beobachtung ist, dass Sie eine klare Sicht ohne den Einfluss künstlicher Lichtquellen (z.B. Stadtbeleuchtung) haben. Zudem sollten Sie Ihre Augen mindestens eine halbe Stunde vor der Beobachtung an die Dunkelheit gewöhnen. 

Welches Fernglas eignet sich für die Beobachtung? 

Bereits mit einem Fernglas mit 10-facher Vergrößerung können Sie ein Deep-Sky-Objekt, wie den Orionnebel genauer beobachten. Dank des hohen Objektivdurchmessers des trophy P 10x50 gelingen Ihnen beispielsweise auch in der Dämmerung lichtstarke Beobachtungen. Mit dem Fernglas können Sie die unterschiedlich hellen Haufensterne im Zentrum des Nebels ausmachen und andeutungsweise das bekannte Sterntrapez erkennen, welches den hellen Lichtkern des Nebels ausmacht. Dank der randscharfen und gestochen scharfen Abbildung erkennen Sie mit etwas Glück die große Ausbreitung der Gaswolke. Die strahlenden Farben der Staub- und Gasbänder kommen erst auf Kamerabildern zum Tragen. Dennoch ist die Beobachtung mit dem Fernglas ein unvergleichliches Erlebnis. Schließlich sehen Sie mit den Nebel-Filamenten des Orionnebels Lichtstrahlen, die sich vor nicht weniger als 1350 Jahren auf die Reise zur Erde gemacht haben. 

Sind Sie noch auf der Suche nach einem Fernglas, mit welchem Sie die in die unendlichen Weiten unseres Himmels schauen können? Dann besuchen Sie doch einen Eschenbach-Fachhändler in Ihrer Nähe. Hier finden Sie nach ausführlicher Beratung garantiert ein Fernglas, welches genau zu Ihren Bedürfnissen passt.

Foto von Martin Mariani von Pexels

Themenarchiv